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Gesundheitsnachrichten

Ab ins kühle Nass

Gelenkschonendes Training im Element Wasser

Es gibt wohl kaum eine Sportart, die den Körper auf so vielfältige Art und Weise trainiert wie Schwimmen. Durch die natürliche Auftriebskraft des Wassers ist Schwimmen besonders gelenk- und bänderschonend, die Belastung der Strukturen ist wesentlich geringer als an Land.

„Menschen mit Gelenkproblemen profitieren von den breit gefächerten Eigenschaften des Wassers. Aber auch hier kommt es auf die richtige Technik an“, erklärt Ute Repschläger, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands selbstständiger Physiotherapeuten (IFK). Egal, ob Arthrose oder eine vorangegangene Verletzung: Im Wasser erleben die Patienten nicht selten zum ersten Mal wieder, dass sie sich schmerzfrei bewegen können. Je nach Vorerkrankungen eignen sich unterschiedliche Schwimmstile. Gerade beim Brustschwimmen sollten sich Ungeübte vorab Unterstützung hinsichtlich des Erlernens der ergonomisch sinnvollen Technik holen, um beispielsweise den Nacken nicht zu stark zu beanspruchen. Bei Knieproblemen ist eine Beratung bezüglich des Beinschlags sinnvoll.

Ute Repschläger fügt hinzu: „Neben dem üblichen Bahnenschwimmen gibt es auch Krankengymnastik im Bewegungsbad, die vom Arzt verordnet werden kann.“ Hier werde ebenfalls die Wirkung des Auftriebs sowie des Reibungswiderstands des Wassers genutzt. Unter professioneller Aufsicht des Physiotherapeuten werden patientenzentrierte Übungen zur Kräftigung der Muskulatur durchgeführt, die der Patient nach der Therapie auch eigenständig im Wasser durchführen kann. „Das Element Wasser bietet Patienten mit verschiedensten Problemen eine Möglichkeit, sich endlich wieder freier bewegen zu können und so einen Schritt Richtung Genesung zu machen“, erläutert Repschläger.

Und was gibt es Erfrischenderes, als bei diesen sommerlichen Temperaturen ins kühle Nass zu steigen?!

Logopäden: Ausreichende Deutschkenntnisse für Erstklässler wichtig

Dagmar Karrasch, Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V. (dbl)

Im Zusammenhang mit der kontroversen Debatte anlässlich der Forderung des CDU-Politikers Carsten Linnemann nach einer Vorschulpflicht oder späteren Einschulung von Kindern ohne ausreichende Deutschkenntnisse erklärt die Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V. (dbl), Dagmar Karrasch:

"Ausreichende Kenntnisse der Unterrichtssprache sind wichtige Voraussetzungen für Erstklässler, sich am Unterricht zu beteiligen und einen erfolgreichen Lernprozess zu durchlaufen.

Deshalb ist es durchaus sinnvoll, Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse rechtzeitig zu erfassen und mit einer intensiven Sprachförderung und Auseinandersetzung mit der Unterrichtssprache zu unterstützen, auch wenn dies möglicherweise zu einer späteren Einschulung führt. Letzteres betrifft jedoch vor allem Kinder, die erst kurz vor dem Einschulungsalter nach Deutschland gekommen sind. Bei allen anderen Kindern sollten Sprachauffälligkeiten frühzeitiger abgeklärt werden und nicht erst kurz vor der Einschulung.

Mehrsprachige Erziehung ist keine Ursache für Sprachentwicklungsstörungen, jedoch können Probleme in der Sprachentwicklung den Erwerb der deutschen Sprache erschweren und eine wirksame Sprachförderung verhindern.

Daher sollten bei allen Kindern Störungen der Sprachentwicklung möglichst so früh erkannt werden, dass eine Sprachförderung oder, wo notwendig, eine gezielte logopädische Therapie, rechtzeitig vor der Einschulung erfolgreich abgeschlossen werden kann. Logopädinnen und Logopäden stehen hier als Expertinnen und Experten für die Diagnostik und für die Beratung zur Sprachentwicklung - auch bei Mehrsprachigkeit - zur Verfügung und sollten stärker einbezogen werden."

Informationen zu den Themen Sprachentwicklung, Sprachstörungen und Mehrsprachigkeit finden Sie unter www.dbl-ev.de.

Physiotherapeutische Berufsverbände veröffentlichen erstes gemeinsames Wirtschaftlichkeits-Gutachten

Vergütungssituation unbefriedigend, Fachkräftemangel ungebrochen

Die Ergebnisse der ersten gemeinsamen Wirtschaftlichkeits-Analyse der drei Berufsverbände PHYSIO-DEUTSCHLAND, VPT und IFK wurden am 10. Juli in Nürnberg präsentiert. Praxisbesitzer aus ganz Deutschland haben ihre Daten für die Erhebung „PhysioPraX 2.0“ zur Verfügung gestellt, auf deren Grundlage das Institut für Gesundheitsökonomik (IfG) unter Leitung von Prof. Dr. Günter Neubauer nun ein betriebswirtschaftliches Gutachten zur Situation physiotherapeutischer Praxen erstellt hat. Die Analyse unterstreicht die nach wie vor unbefriedigende wirtschaftliche Situation, den hohen, unbezahlten Verwaltungsaufwand sowie das konkrete Ausmaß des Fachkräftemangels.

Wirtschaftliche Situation unbefriedigend Mit einem durchschnittlichen Bruttostundenlohn von ca. € 14,- finden sich angestellte Therapeuten in den Praxen trotz anspruchsvoller Ausbildung weit unten in der Gehaltskette wieder. Bedenkt man gleichzeitig, dass viele Physiotherapeuten aufgrund des hohen Schulgeldes und der kostspieligen Weiterbildungen mit Schulden ins Berufsleben starten, wirkt die wirtschaftliche Situation noch prekärer. Eine höhere Entlohnung ist aber nicht darstellbar vor dem Hintergrund, dass selbst die Praxisinhaber im Durchschnitt lediglich auf ein verfügbares Monatseinkommen von € 2.575,- zurückgreifen können. Dieses fällt im Vergleich mit einem im TVöD angestellten Therapeuten mit vergleichbarem Verantwortungsbereich deutlich geringer aus.

Unbezahlter Verwaltungsaufwand enorm Mit ein Grund für das vergleichsweise geringe Einkommen eines Praxisbesitzers ist der hohe Verwaltungsaufwand, der zum größten Teil im Namen der Kostenträger erfolgt (beispielsweise die Erhebung der Zuzahlungen), bei der Vergütung aber nach wie vor unberücksichtigt bleibt. Für gesetzlich versicherte Patienten veranschlagen Praxen durchschnittlich 40 Stunden/Woche reinen Verwaltungsaufwand, der von Therapeuten und Praxisbesitzern zusätzlich zu den Therapieleistungen erbracht werden muss. Davon entfallen ca. 10 Stunden auf den Praxisinhaber – die daraus resultierenden Opportunitätskosten (entgangener Reinertrag durch entgangene Patientenbehandlungen) belaufen sich hier allein schon auf € 315,- pro Woche.

Fachkräftemangel überdeutlich Ein weiteres Problemfeld, das auch Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit einer Praxis hat, ist der Fachkräftemangel. Ca. 60 Prozent aller teilnehmenden Praxen gaben an, ungedeckten Personalaufwand zu haben. Im Durchschnitt fehlt es pro Praxis an Personal für rund 26 Wochenarbeitsstunden – ein Defizit, das sich auch auf der Einnahmen-Seite bemerkbar macht.

Patient im Mittelpunkt Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation stehen für physiotherapeutische Praxen offensichtlich Patient und Behandlungsqualität im Vordergrund: Im Durchschnitt wird bei einer möglichen Taktung von 15 – 25 Minuten rund 23 Minuten am Patienten gearbeitet (KG Einzelbehandlung). Um die Patienten bestmöglich behandeln zu können wird außerdem in Fortbildungen investiert: Durchschnittlich fallen 42 Arbeitstage pro Praxis dafür an.

Über PhysioPraX 2.0 Mit dem Projekt PhysioPraX 2.0 verfolgen die drei größten physiotherapeutischen Berufsverbände in Deutschland, PHYSIO-DEUTSCHLAND, VPT und IFK, gemeinsam das Ziel, eine objektive Datengrundlage zu erhalten: Welche Aufwendungen müssen Praxen leisten, wie verteilen sich diese, wie entwickeln sich Verwaltungsaufwand und Vergütung über eine längeren Zeitraum etc.
Das Projekt PhysioPraX wurde ursprünglich 2008 von PHYSIO-DEUTSCHLAND, Landesverband Bayern, ins Leben gerufen und seither kontinuierlich optimiert und ausgeweitet. Nachdem der VPT sich bereits 2016 dem Projekt angeschlossen hatte, wurde darüber hinaus 2018 zusätzlich die bisher vom IFK durchgeführte Wirtschaftlichkeitsumfrage mit PhysioPraX zusammengeführt – so entstand PhysioPraX 2.0. Das aktuelle Gutachten wertet betriebswirtschaftliche Daten aus dem Jahr 2016 aus.
Die Analyse stellt den teilnehmenden Praxen einerseits Orientierungs- und Vergleichswerte für eine wirtschaftliche Praxisführung zur Verfügung. Andererseits liefern die anonymisierten Daten den Verbänden valides Datenmaterial, das als Grundlage für die Vertragsverhandlungen mit den Gesetzlichen Krankenkassen dient.
Wissenschaftlich betreut und ausgewertet wird die Analyse auf neutraler Basis durch das Institut für Gesundheitsökonomik (IfG) unter Leitung von Prof. Dr. Günter Neubauer.
Weitere Infos zum Projekt unter www.bwa-physioprax.de/2.0